Veranstaltungsort: Auditorium Biagio Marin, Via Marchesini, 31 - Grado
Web-site: https://ertfvg.it/spettacoli/bestiario-idrico/
Freitag, 4. Dezember – 20:45 Uhr
Aufführung in italienischer Sprache
Wasserbauliche Anlagen neigen dazu, unsichtbar zu werden, da sie sich in die sie umgebende Landschaft einfügen. Dies gilt für Erddeiche und Auen, aber auch für Pumpwerke, Kanäle, Stauseen und sogar Staudämme.
Die italienische Landschaft hat sich durch jahrhundertelange Besiedlungsschichten zu einer Agrarlandschaft entwickelt. Auch Städte und Ortschaften wurden im Laufe der Jahrhunderte gegründet (und verlegt…). Die Industrie hingegen gibt es erst seit etwas mehr als einem Jahrhundert. Wasserbauliche Anlagen haben jede dieser Entwicklungen begleitet; nicht nur die Aquädukte seit der Römerzeit, sondern auch die – mitunter imposanten – Umleitungen und Dämme, Landgewinnungsprojekte, Stauseen für Wasserkraftwerke und Entwässerungsnetze. Die italienische Landschaft ist von Menschenhand geschaffen, doch das Netz der wasserbaulichen Anlagen entzieht sich unserer Wahrnehmung.
Ist eine Brücke eine Straße oder ein Wasserbauwerk? Sind eine Toilette oder ein Wasserhahn Elemente des Tiefbaus oder die Endpunkte wasserbaulicher Anlagen? Wie anders sähe die Agrarlandschaft ohne den Kreislauf des Bewässerungswassers und ohne Kanäle und Pumpen zur Ableitung von überschüssigem Regenwasser aus?
Nichts, was wir sehen, ist endgültig. Der Klimawandel zwingt uns, radikale Veränderungen der uns so vertrauten Landschaft in Betracht zu ziehen: Wir können sie entweder erdulden oder gestalten. In Italien gibt es mehr als 6.000 Flüsse und noch viel mehr Wasserläufe, die zwar keinen eigenen Namen tragen, aber Teil von Flusseinzugsgebieten sind. Europa hat 110 Flussgebiete; Italien hat 7. Jedes umfasst Hunderte von Wasserläufen unterschiedlicher Bedeutung, die jedoch alle – ebenso wie das Grundwasser – für den nationalen Wasserhaushalt gleichermaßen strategisch wichtig sind.
Eine Inszenierung von Marco Paolini
im Zusammen mit Giulio Boccaletti
dramaturgische Mitarbeit: Marta Dalla Via, Diego Dalla Via, Michela Signori
mit Marco Paolini
und Patrizia Laquidara
Regie: Fratelli Dalla Via
Regieassistenz: Teresa Vila; Musik: Giuseppina Casarin; Bühnenelemente: Mirko Artuso; technische Leitung und Tonregie: Piero Chinello; Licht- und Bühnenbild: Michele Mescalchi; Licht: Nicola Munerati
Technische Unterstützung: Città Invisibile
Grafikdesign und Bühnenfotos: Gianluca Moretto
Produktion: Michela Signori
in Koproduktion mit Jolefilm und Teatro Stabile del Veneto – Teatro Nazionale
Informationen
Tel.: 0431 85834 / biglietteria@ertfvg.it
Stadtbibliothek
Tel.: 0431 82630
Kulturamt
Tel.: 0431 898269
Karten und Vorverkauf
KARTEN:
Vollpreis 24,00 € / Ermäßigt 21,00 € / Ermäßigung für über 65-Jährige, unter 25-Jährige und ERT-Abonnenten.
GRADO-THEATER-KARTEN:
Einzelplatz 5,- €
Freier Eintritt für Theaterabonnenten
VORVERKAUF:
Online ab Montag, 19. Oktober, unter ertfvg.it
Im Auditorium zwei Tage vor der Vorstellung von 15:30 bis 18:30 Uhr und am Tag der Vorstellung ab 17:30 Uhr bis zum Beginn der Vorstellung.