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Basilika S. Eufemia, Lapidarium und Baptisterium

Basilika S. Eufemia, Lapidarium und Baptisterium

Eingebettet in den prächtigen Rahmen der „Altstadt“ von Grado.
 

Die frühchristliche Basilika Santa Eufemia ist das Kernstück der Altstadt von Grado. Trotz der beachtlichen Größe und der bedeutenden Kunstwerke überwiegt in der Kirche ein Gefühl von Geborgenheit.

Dank der archäologischen Ausgrabungen, in verschiedenen Epochen durchgeführt, wurden Kultstätten gefunden, die bereits vor der heutigen Basilika existierten : eine Aula vom Ende des IV. Jhdt.,  in der Bestattungsrituale stattfanden, und eine Basilika aus der zweiten Hälfte des V Jahrhunderts: die „kleine Petrus-Basilika“, auf die Niceta in den ersten Jahren des 5. Jhd. n. Chr. das Fundament für eine neue Kirche schaffte; die Überreste befinden sich unter der heutigen Kirche. Die Basilika wurde  579 vom Patriarchen Elija eingeweiht und nach der Heiligen Euphemia, Märtyrerin von Chalkedon unter Diokletian und Patronin von Rovinj in Istrien, benannt. Die antike Stadt Chalkedon, die einem Viertel des heutigen Istanbul entspricht, war 451 Sitz des großen Ökumenischen Konzils, das in der örtlichen Basilika Euphemia abgehalten wurde.

Der gradeser Dom wurde später auch den Heiligen Ermacora und Fortunato, den ersten Märtyrern von Aquileia und Patronen Friauls, gewidmet. Er hat eine originale architektonische Struktur aus Ziegelsteinen und Sandstein, die vor allem von außen gut ersichtlich ist, da bei der Restaurierung Mitte des 19. Jahrhunderts fast alle architektonischen Änderungen der jüngeren Vergangenheit entfernt wurden. Die Säule in der Mitte des angrenzenden Campo dei Patriarchi, auf dem sich das einzigartige Patriarchalkreuz befindet, ist ein deutliches Beispiel dafür. Sie war Bestandteil eines vierseitigen Säulenganges aus dem 6. Jhdt. Im Inneren der Basilika hingegen sehen wir zwei Reihen von Säulen, die die drei Schiffe bilden und die mit Materialien diverser Herkunft erbaut wurden. In der Tat verwendete man in verschiedenen Epochen unterschiedliche Arten von Marmor, wie zum Beispiel bei den Kapitellen. Einige wurden aus dem Stein von Aurisina aus dem nahe gelegenen Karst von Triest errichtet. Von seltener Schönheit, aus der Zeit des Elija, ist der eindrucksvolle Mosaikboden, der in der zweiten Nachkriegszeit vereinzelt mit helleren Teilen erneuert und mit Inschriften zum Gedenken an die Spender sowie geometrisch-ornamentale, aber auch symbolische Gravierungen verziert wurde: eine sich wiederholende verschalte Dekoration, die stilisierte Zeichen der Meereswellen an der Küste reproduziert.

Unter den mittelalterlichen Meisterwerken im Inneren von Santa Euphemia sticht der romanische Ambo mit den Symbolen der vier Evangelisten und einer darüberliegenden maurischen Kuppel hervor; aus dem vierzehnten Jahrhundert sind sowohl die bunten Fresken der Apsis und die fein gearbeitete Schaufel aus vergoldetem Silber erhalten geblieben. Eine presbyteriale Umzäunung, mit authentischen Teilen wiederhergestellt, umschließt  sowohl den Hochaltar als auch den Fußboden aus dem Jahre 1950, der das antike "Castrum" mit dem offenen Meer und der Lagune repräsentiert. An den beiden Seiten befinden sich die «Pastaphorien», kleine Räume, die ursprünglich für die Aufbewahrung von sakralen Gewändern, liturgischen Gegenständen und nicht zuletzt Reliquien gedacht waren. Am Ende des rechten Kirchenschiffs sieht man das «Salutatorium», ein eindrucksvoller Raum mit Mosaikboden, in dem der Patriarch den Klerus empfing. Heute ist hier eine Kopie der Reliquie des Hl. Markus ausgestellt, das Original befindet sich in Venedig.

Vom „Salutatorium“  führt ein moderner Flur zum "Lapidarium", einer kleinen Oase der Ruhe auf der Rückseite der Apsis des Domes: die archäologische und künstlerische Trennung ist von unschätzbarem Wert, auch wenn sie vielleicht nicht ausreichend bekannt ist. Wir laden Sie daher ein, es zu besuchen. Die chronologische Galerie umfasst die umfangreiche Sammlung von Grabsteinen, die aus zahlreichen Fragmenten von Marmordekorationen, Inschriften, Sarkophagen und Kapitellen besteht. Die Fundstücke gehen auf die heidnische Epoche , das Christentum , die byzantinische und die mittelalterliche Zeit zurück. Seitlich der Basilika, im Außenbereich, befand sich einst die bischöfliche und darauffolgend die patriarchalischen Residenz.

Nebenan ragt der Glockenturm aus dem 15. Jahrhundert mit dem Erzengel Sankt Michael, ein Geschenk der Venezianer, empor. Sankt Michael, von den Gradesern vetraulich „Anzolo“ genannt, zeigt mit dem rechten Arm und dem ausgestreckten Zeigefinger die Windrichtung an.

Von der gegenüberliegenden Seite des Doms gelangt man zum Baptisterium, das, obwohl mehrfach umgebaut, seine emblematische achteckige Form und Spuren eines schönen Bodenmosaiks aus dem 6. Jahrhundert bewahrt hat. Im Inneren befindet sich das Taufbecken mit sechs Seiten, das an die Tradition der Taufe durch Untertauchen erinnert.

Wieder im Freien, inmitten von Sarkophagen aus der Römerzeit, die im Habsburger Grado 1860 gefunden wurden, glaubt man gerne an die merkwürdige Inschrift des größten Sarkophags, Grabmal von Ehegatten, die viele Jahre  «. . . SINE ULLA QUERELLA»  oder, wenn auch nicht ohne zu streiten, „OHNE SICH ZU BESCHWEREN“ lebten!

 

WUSSTEN SIE, DASS … ?
Die Basilika Sant’Eufemia aus dem Jahr 579 n. Chr., das Jahr ihrer Weihe,  niemals das Feiern der Gottesdienste ausgesetzt hat und ununterbrochen ihre Tätigkeit fortgesetzt.

 

Kontakte

Adresse Campo Patriarca Elia, 34073 Grado GO
Telefon nummer 0431 80146
Email parrocchia.grado@libero.it
Fax 0431 80146